Diagnose: Verfahrensentwicklung
Verfahrensentwicklung- woher kommt die Idee?
Das Ziel war immer, bei dieser Art der Operation die Gelenke möglichst zu erhalten und in ihrer Dynamik wiederherzustellen.
Zum ersten Mal Kontakt mit schonenden Hüftoperationen (unter Erhalt des eigenen Gelenks) hatte ich 1980, als ich einen jungen Rottweiler mit sehr starker Hüftgelenkdysplasie nach Aachen ins Klinikum brachte. Er wurde damals von Prof. Dr. Küppers operiert, von dessen fachlicher Qualifikation ich in Bezug auf Hundehüftgelenke gelesen hatte. Schon bei der Operation war ich verblüfft über die praktische und logische Sichtweise. Nach einigen Monaten, als der Hund immer besser laufen konnte, war ich überzeugt, einen vernünftigen Weg gefunden zu haben.
Der operierte Rotttweiler lief beschwerdefrei bis ins 15. Lebensjahr ohne weitere nennenswerte Probleme, ein sehr positives Ergebnis also.
Diese Operationsmethode stammt ursprünglich aus der englischen Kinderheilkunde, wurde aber von Prof. Dr. med. vet. Küppers für die Hunde modifiziert in Form der sogenannten BOP- Methode, bei der noch ein künstliches Implantat mit einer Schraube vor das Hüftgelenk gesetzt wurde.
Da es allerdings häufiger zu Knochenbrüchen von der Schraube kam, nahm man daraufhin Faserimplantate, die ohne Schraube vor und über dem Hüftgelenk in einer ausgestanzten Öffnung in der Kompakta (äußere Knochenschicht) platziert wurden. Sie dienten als Provokation für eine reaktive Knochenverstärkung in der Haupt- Schub- Wirkung. Auch bei diesen Faserimplantaten gab es manchmal Schwierigkeiten, die Fasern wanderten in einzelnen Fällen und führten dann zu Fisteln als ein ungewünschtes Nebenresultat .
In diesem Stadium stellte ich Überlegungen an, generell ganz ohne Implantate auszukommen. Dazu habe ich das ausgestanzte Knochenstück umgedreht und so wieder eingeklemmt, dass die Wachstumsschicht zum Hüftgelenk zeigt.
Auf die Idee, die schmerzführenden Nerven durch mechanische Kürettage lahmzulegen, kam ich durch einen Vortrag einer Tierärztin, die dies mit Erfolg einsetzte. Von mir aus den Laser dafür zu nehmen, lag nahe, weil das in der Chirurgie verwandte infrarote Laserlicht schmerzstillende Eigenschaften auf die Nerven ausübt und den Regerationseffekt stark anregt. Heilungsfördernde Biophotonen fördern den Heilungserfolg enorm, sodass nach der Operation kaum Schmerzmittel notwendig sind und ein rascher Heilungserfolg dazukommt.
Durchden Einsatz des Diodenlasers wird die Biofunktionalität der Gelenke wieder hergestellt. Es ist eine ganzheitliches Verfahren, welches am besten in Kombination mit einer Ernährungsotimierung und unter Gabe spezieller Nahrungsergänzungsmittel ein sehr gutes Ergebnis hervorbringt.
Problemlos können beide Hüften auch gleichzeitig operiert werden.
Der Hund muss zwei Wochen lang nach der Operation geschont werden, kann dann wieder antrainiert werden.